„Mörderisches Wespennest – in Aschberg“

Manchmal hat auf das ZDF ein gutes Händchen und lässt Dinge die funktionieren einfach weiterlaufen. In diesem Fall lässt man die Crew von Mord auf Amrum einfach mal da weitermachen, wo sie eh am besten aufgehoben sind, in der mörderischen, korrupten und blutigen Provinz, die manchmal weitaus verschlagener und brutaler ist, als sich Großstädter das vorstellen können, geradezu ein Mörderisches Wespennest.

In der norddeutschen Kleinstadt Aschberg kennt jeder jeden. Der langjährige Polizeihauptmeister Gerd Mühlfellner und seine neue Kollegin, die frisch gebackene Polizistin Anna Wippermann, finden den Landwirt Herbert Schuch erhängt in seiner Scheune. Für sie und alle anderen Einwohner Aschbergs steht fest, dass es sich um Selbstmord handelt. Nur Becky, die vermeintliche Großnichte des Bauern, ist anderer Meinung. Sie engagiert Finn Zehender, um ihren Verdacht bestätigt zu bekommen. Zehender, Ex-Polizist und nun Privatdetektiv, wirkt zwar leicht vertrottelt. Doch mit seinem messerscharfen Verstand und nicht immer ganz legalen Mitteln legt er einen Sumpf aus korrupter Bürokratie und nachbarschaftlicher Bösartigkeit in Ascheberg offen – und trocken. Ein Selbstmord scheint bald ausgeschlossen. Für einen Mord gibt es dagegen mehr Verdächtige, als Polizeihauptmeister Mühlfellner wahr haben möchte. Finn Zehender behält, trotz lebensgefährlicher Attacken auf ihn, seinen Humor und sucht zusammen mit der Jurastudentin Agnes Sonntag, die sich als Staatsanwältin ausgibt, den Mörder und die Drahtzieher der Machenschaften.

Blut, Sex, Gewalt, trockener Humor und freudig agierende Schauspieler, die sichtlich Spaß an den teils absurden Provinz-Ereignissen haben, führen hier zu einem – für öffentlich-rechtliche Verhältnisse geradezu genialem – Meisterwerk. Etwas allgemeiner betrachtet und ohne die Überraschung, dass das ZDF sowas hinbekommt, macht es aber ganz einfach Spaß den Film anzuschauen. Solange es noch nicht depubliziert wurde, findet man den Film noch in der ZDF Mediathek: Mörderisches Wespennest Und für Leute, die den zu Ende Film gesehen haben: „DAS ist ein Drive-by, ihr Spackos!

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5 Antworten zu „Mörderisches Wespennest – in Aschberg“

  1. Cunningham schreibt:

    doomi, Du bist ein Drecksack, jetzt musste ich mir den Film doch tatsächlich angucken … JETZT!

  2. sirdoom schreibt:

    Und, wie fandest ihn? *g*

  3. Cunningham schreibt:

    Ich hätt ihn mir ja nun nicht bis halb eins vor dem Rechner angeguckt, wenn er scheiße war.

    Außerdem mag ich den Hauptdarsteller, der ist schon bei Doc Psycho so cool.

    Sehr schöne lockere Sprüche, hat mir Spass gemacht. Ich muss den anderen, den Du hier gepriesen hast, noch irgendwie gucken. Gibts den auf DVD

  4. Ravenscroft schreibt:

    Klasse, hat mir sehr gut gefallen.

  5. sirdoom schreibt:

    Da bin ich mal froh keine Scheiße empfohlen zu haben! 🙂

    Es gibt eine DVD-Box „Mörderischer Norden“, wo „Der Mörder ist unter uns“, „Mörderische Erpressung“, „Der Tote in der Mauer“, „Mörder auf Amrum“ und „Mörderisches Wespennest drauf sind. [Link]

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