„Review – The A-Team“

ATeam - LogoOk, da haben wir nun ein Remake der 80er Kultserie „Das A-Team„. Als ich damals das A-Team gesehen habe, war ich so ca. 10-11 Jahre alt und es war ziemlich cool. Schaue ich mir die Serie heute an, ist sie alles andere als cool, aber immer noch teilweise ganz witzig. Was hat man nun also vom Kinofilm zu erwarten? Die Neuverfilmung ist ein großes, leeres Actiongeballer, welches aber überraschend oft witzig ist. Insofern also eine wunderbare Umsetzung der Fernsehserie auf die große Leinwand. Die Special Effects sind, trotz großer Namen wie WETA Digital und Digital Domain, teilweise unglaublich schlecht, mit matschigen Texturen, falschen Farbtönen und sehen generell so richtig künstlich aus. Aber egal, da fliegt ein Panzer aus einem explodierenden Flugzeug!!! Die Kameraführung ist teilweise unglaublich ruckelig und „shaky„, was wirklich nicht hätte sein müssen. Von den Sprüchen und One-Linern trifft ungefähr jeder Dritte, aber das ist schon ok.

ATeam01Liam Neeson macht seine Sache gar nicht so schlecht, aber er versucht sich hier einfach an einer Rolle, die im nicht steht. Es fehlt die Leichtigkeit und der Esprit eines George Peppard und das Drehbuch ist auch nicht gerade nett zu ihm. Quinton Jackson als B.A. stört nicht wirklich, kommt aber in keiner Sekunde an Mr. T ran und die aufgesetzte Gewaltlosigkeitsstory ist etwas strange. Bradley Coopers „Face“ ist allerdings durchaus gelungen. Sharlto Copley spielt wirklich gut und bestätigt sein gutes Bild aus District 9. Der Gastauftritt der „Originale„, Dirc Benedikt und Dwight Schultz, ist zwar nett gedacht, passt aber nicht wirklich rein und wirkt aufgesetzt. Außerdem sind die beiden echt alt geworden.

ATeam02Die Bösewichte sind hingegen durchaus gelungen. CIA Agent Lynch als durchgeknallter Schreibtischtäter, dem man zu viele Leute und Knarren in die Hand gedrückt hat ist wunderbar skuril und der Freelancer Pike ist herrlich gaga. Leid tut es einem um die arme Jessica Biel, die als Blickfang hilflos durch den Film irrt, immer hilflos hinterherrennt und Bradley „Faceman“ Cooper ansabbern darf. Sehr verschwendet, aber trotzdem immerhin ein netter Blickfang.

Fazit: Gehirnloser Action-Blockbuster, der an vielen Stellen hakt, aber weit besser ist als erwartet und den Geist der alten Serien durchaus ganz gut transportiert. 3 von 5 schwarzen GMC-Vans inklusive Nostalgie-Bonus.

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11 Antworten zu „Review – The A-Team“

  1. XDragoon schreibt:

    1978: Battlestar Galactica / Remake: 2003-2008
    1966-1969: Star Trek / Remake (sort of): 2009
    1983-1987: The A-Team / Remake: 2010

    Ich bange mit Schrecken vor dem Remake von Bonanza…

  2. sirdoom schreibt:

    Mission Impossible gabs sogar noch früher als Remake, wobei ich den ersten Teil für durchaus ok halte, der zweite grausame Grütze ist und der dritte Tendenz nach oben hat, allerdings nicht wegen Cruise, sondern wegen Philip Seymour Hoffman(!!!).

    Knightrider Remake gabs auch schon, grandios gescheitert. V – die Außerirdischen Besucher Remake läuft gerade und ist am scheitern, auch wenn Morena Baccarin alias Firefly-Inara scharf ist. Den 80er Ethno-Wave Robin Hood haben sie gerade 3 Staffeln lang bei der BBC remaked und soll sogar recht gelungen sein.

    …usw… 😉

  3. cerbero schreibt:

    Okay, das RobinHoodRemake hab ich mir nicht angetan, aber das BBCRemake von Sherlock Holmes in den letzen Wochen war recht anschaubar.

    Und der Neustart von Doctor Who war nun auch nicht so missraten.

    Hattest du dich nicht zueltzt schon über das Remake der 6Millionen-Frau ausgelassen ?

  4. sirdoom schreibt:

    Ich bin ja mehr Torchwood-Fan 😉

    Und danke, ich hatte den Bionic Woman Remake Scheissdreck gerade verdrängt…

    Wo wir gerade bei sind…

    -Time Machine Remake ist Dreck
    -Planet der Affen Remake ist noch größerer Dreck
    -…
    – kein Remake, aber Star Wars Episode 1-3 verursacht bei mir immer noch Zahnschmerzen, obwohl zumindest das Ende von Episode 3 mich etwas versöhnlicher gestimmt hat > Vader, Sternzerstörer, Tarkin, Gerüst des Todessterns…

    Das Bad Lieutenant Remake muss ich mir hingegen anschauen! Wernher Herzog(!) dreht mit Nic Cage und Eva Mendez einen komplett drogiges Remake vom Harvey Keitel Klassiker. Auf eine gewisse Art und Weise kann das nur gut sein*ggg* Ok, mit Klaus Kinski wär das noch geiler, aber…

  5. korsar schreibt:

    @Sherlock: Würde ich jetzt nicht unbedingt als Remake bezeichnen… Dafür ist der Qatson noch cooler als Jude Law 😀

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