„Dakota Access: Aufstandsunterdrückung“

Die Dakota Access Pipeline (DAPL), auch Bakken Pipeline genannt, ist eine weitgehend fertiggestellte Erdölpipeline in den USA, die von North Dakota bis Illinois führt. Natürlich laufen dagegen Gerichtsverfahren, denn man hatte sich „aus Versehen“ die Umweltverträglichkeitsprüfung gespart, die Auswirkungen auf das Trinkwasser nicht berücksichtigt und Landrechte der Sioux ignoriert. Bei den Protesten gegen die Bauarbeiten kam es wiederholt zu Gewaltausbrüchen, die von den Sicherheitskräften des DAPL-Projektes gnadenlos eskaliert wurden. Mit TigerSwan International Security hatte man sich dann auch gleich wen an Bord geholt, der den zivilen Protest wie einen Aufstand in einem Kriegsgebiet anging und hinter den Kulissen mit den US-Behörden mauschelte, um die Rechte von Staatsbürgern zu beschneiden.

Dakota Access - Aufstandsunterdrückung - Logo

Ob nun Luftüberwachung, Ausspähen von sozialen Medien oder die direkte Infiltration der Protestierenden, um zusammen mit den Strafverfolgungsbehörden eine Geschichte für die Medien von gewaltbereiten Terroristendemonstranten zu erfinden – obwohl es die privaten Sicherheitsdienstleister waren, von denen die Gewalt ausgingTigerSwan Inc. betrachtete die ganze Sache als Antiterrorismus- und Aufstandsunterdrückungskampagne, so wie ihre Mitarbeiter das bei den Spezialeinheiten im Irak gelernt hatten und beschrieb die Proteste gegen DAPL in „Gutachten“ für die Staatsanwaltschaft und Polizeibehörden als „ideologically driven insurgency with a strong religious component“ und bezeichnete Demonstranten als „Dschihadisten„. Wie das eben so passiert, wenn man Polizeiaufgaben militarisiert und privatisiert … 😉

>>> Link: The Standing Rock Documents

The line between private security and law enforcement at DAPL has been nonexistent. With virtually no transparency or oversight.“

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4 Antworten zu „Dakota Access: Aufstandsunterdrückung“

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Bemerkenswert auch, daß die so kritisch gesehenen irregulären US-Milizen (natürlich alles Nazis und Rassisten) auf Seiten der Sioux stehen. Gut – teilweise haben die auch eine eigene Agenda, da sie der Ansicht sind, daß Washington zu übergriffig ist und die Verfassung mit Füßen tritt. Damit hätten sie nicht mal unrecht. Ich bin deshalb sehr zwiegespalten.

  2. sirdoom schreibt:

    Sagen wir es mal so: Bei den irregulären Milizen gibt es genug Rassisten, Nazis und Whackos, aber eben auch Libertäre und Konservative und vielleicht sogar 1-2 Cannabis anbauende Homosexuelle, die ihre Freiheit und ihr Ganja beschützen wollen. Das ist halt nicht ganz so eindimensional, wie eine Schlagzeile es ausdrücken kann. 😉 Und deswegen bin ich da ebenfalls zwiespältig^^

    Aber ich finde es schon krass, wenn man SpecOps Aufstandsbekämpfer aus dem Irak als „private security contractor“ im Inland einsetzt, um die größtenteils friedliche Demonstranten als Jihadis hinzustellen, zu unterwandern und auszuspionieren… o.O

  3. Gondrino schreibt:

    Bei uns macht man das mit gelnkten Medien und Fake News

  4. sirdoom schreibt:

    Also wesentlich zivilisierter und gesitteter? 😉

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