„Review – Drive Angry 2D“

Ich hatte echte Zweifel, ob ich mir das antun soll. Ich meine, Nicolas Cage und ein vergleichsweise low budget 3D-Film? Das kann doch nur schiefgehen, denn immerhin ist Cage mittlerweile ein Garant für miese Filme. Ob dieser Herangehensweise wurde ich allerdings durchaus positiv überrascht.

John Milton (Nicolas Cage, u.a. Der letzte Tempelritter und Knowing – Die Zukunft endet jetzt) ist ein Krimineller, der aus dem „Knast“ ausgebrochen ist, um Jonah King, einen Sektenführer zu töten. Dieser konnte, während Milton im „Knast“ saß, seine Tochter dazu bringen der Sekte beizutreten. Allerdings wurden sie und ihr Ehemann getötet, nur um an ihr Kind, Miltons Enkelin, heranzukommen, um diese für ein satanistisches Ritual zu opfern. Dieses Ritual wird, was Milton durch das Verhör einiger Gefolgsleute Kings erfährt, in Stillwater, einem Gefängnis in Louisiana, stattfinden. Unterwegs gabelt Milton Piper (Amber Heard) als Sidekick auf. Doch nicht nur die durchgeknallten Sektenanhänger haben es auf Milton abgesehen. Auch der „FBI-Agent“ The Accountant (William Fichtner, u.a. Lone Ranger und Elysium) ist hinter Milton her, um ihn zurück in den „Knast“ zu bringen.

Spoiler: Muahaha, wie geil. Cages Charaktername ist natürlich eine Anspielung auf John Miltons Paradise Lost und damit weiß man eigentlich worum es geht. Natürlich ist Milton nicht in einem irdischen Knast gewesen, sondern er war tot, saß in der Hölle ein, deren oberster Gefängnisleiter Satan ist, der mit Gott ziemlich gut klarkommt und Satanisten so gar nicht mag. Dementsprechend ist der wundervoll von William Fichtner gespielte Accountant auch nicht wirklich ein Buchhalter, sondern eher ein Rückholungsspezialist der Hölle. Und damit hat es sich dann auch schon. /Spoiler (Text markieren!)

Was folgt sind nackte Silikon-Haut und jede Menge Splattereffekte von abgeschossenen oder gehackten Gliedmaßen. Philosophisch betrachtet wird hier der Höllentrip durch die Unterschicht der Mitte Amerikas spiegelbildlich dargestellt, inklusiver aller Vorlieben der Bewohner vor Ort. Muss man aber nicht weiter beachten. Cage ist erträglich und auf eine dreckige, runtergekommene Art sogar richtig passend. Fichtner bekommt eigentlich alle wirklich coolen Szenen ab, Heard ist schön Kickass und schlagfertig, auch wenn sie am Ende ein bisserl in die passivere Ecke gedrängt wird. Bewundern, wenn einen sowas interessiert, kann man auch einen 1969er Dodge Charger R/T (440 Engine) und einen 1971er Chevrolet Chevelle SS 454. Die Splatter-FX sind gut, die restlichen Spezialeffekte schwanken zwischen gute Mittelklasse und richtig mies – gerade bei der Tanklasterszene. Aber wirklich meckern kann man auch nicht, zumindest nicht auf dem Niveau, auf dem wir uns bewegen.

Fazit: Wer Gewalt, nackte Haut und Action will, die von einem durchaus nicht unamüsanten White Thrash-Stil begleitet wird, kann hier nichts falsch machen. 3 von 5 B-Movie Filmrollen!

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3 Antworten zu „Review – Drive Angry 2D“

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