„Review – Killer Elite“

Danny Bryce (Jason Statham) hat nach einem dreckigen Job in Mexiko seinen Beruf an den Nagel gehängt. Als jedoch sein ehemaliger Mentor und Freund Hunter (Robert De Niro) von einem saudi-arabischen Prinzen entführt wird, sieht Danny sich gezwungen, auf dessen Deal einzugehen: Hunter kommt frei, wenn Danny es schafft, die drei Mörder der Söhne des Prinzen zu beseitigen, die es im Oman-Krieg erwischt hat. Sie müssen vorher ein Geständnis abliefern und ihr Ableben soll nach einem Unfall aussehen. Weiterer Haken: Die Mörder sind alles ehemalige SAS-Operatives. Und die arbeiten mittlerweile anscheinend für jemanden anderen, der seine eigenen Ziele in der Region hat. Und der Sicherheitschef der anderen Seite, Spike Logan (Clive Owen), läuft gerade erst warm. Für Danny und sein Teambeginnt eine gnadenlose Jagd rund um den Globus von Australien nach Paris und London bis in den Mittleren Osten.

Als ich von Killer Elite das erste Mal gehört habe, dachte ich, dass das wieder so ein hirnloser Statham-Actioner wird, die zwar teilweise schon ganz witzig sein können, aber meistens doch eher langweilen. Glücklicherweise ist dem diesmal nicht so. Killer Elite basiert lose auf „The Feather Men“ von Sir Ranulph Fiennes. The Feather Men ist eine semi-fiktionale Geschichte über die Verstrickungen der britischen Regierung, des SAS, des MI6 und einiger englischer Geschäftsmänner in schmutzige Deals im Nahen Osten, bei denen es um viel Geld und Öl geht. Fiennes hat mal behauptet, die Geschichte wäre wahr, dann hat er sie als „faction“ – aus fiction und fact – bezeichnet. Die Ereignisse dürften sich sicherlich nicht so zugetragen haben, aber sie sind nahe genug an dem, was man den Beteiligten zutrauen würde und was sie an anderer Stelle auch schon bewiesen haben. Doch zurück zum Film. Killer Elite ist die Action-Fassung von Dame, König, As, Spion oder auch die 1980er Fassung der Jason Bourne-Filme mit mehr Politik, zum Glück nicht ganz so schnell geschnittener Action, mit guten Hand-to-Hand Kampfszenen und wunderbaren Ideen, wie man jemanden ausschaltet, um es wie einen Unfall aussehen zu lassen. Statham spielt überraschend gut, wahrscheinlich motiviert durch De Niro, der hier endlich mal wieder in einem guten Film mitspielt und Clive Owen macht ja eh nie was falsch – außer diesem grauenhaften Cliché-Drama Trust, was zur Zeit in den Videotheken vor sich hingammelt.

(Trailer betont ETWAS die Action…)

Fazit: Unterhaltsame, spannende Action mit genug Story, um sich weit von durchschnittlichen Actionmüll abzuheben. Genug Twists um die Sache interessant zu halten und ein interessantes 80er Jahre Setting.

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9 Antworten zu „Review – Killer Elite“

  1. 3-6 schreibt:

    Hatte ich Freitag in der Hand – und hab mich, trotz de Niro, nicht getraut. Mist 🙂

  2. sirdoom schreibt:

    Schande über mein Haupt, ich versuche sowas zeitnaher zu regeln 😉 Lustigerweise wollten wir erst auch was anderes schauen und sind nur aufgrund von Optionen 1-3 nicht da zu Killer Elite gekommen und wurden positiv überrascht. 🙂

  3. The Nightwatcher schreibt:

    Nee nee nee, kann ich absolut nicht zustimmen, der Streifen ist langweilige Grütze! (siehe auch mein Link)
    @Doomi: Sorry fürs Click-Abgreifen … -_-°

  4. sirdoom schreibt:

    Doch tust*g*. Wenn auch nicht so enthusiastisch. Und der Vergleich mit dem Meisterwerk Ronin ist ja nun echt fies, da verliert ja alles aus den letzten 15 Jahren 😉

  5. 3-6 schreibt:

    … und RONIN gegen HEAT 😉

  6. sirdoom schreibt:

    Ob Ronin oder Heat ist bei mir von der Tagesform abhängig. Kommt drauf an, ob mir mehr nach Feuergefechten oder Autoverfolgungsjagden ist*g*

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