„Review – Cowboys und Aliens“

In der abgelegenen Kleinstadt Absolution in Arizona taucht ein geheimnisvoller Fremder ohne Namen und ohne Gedächtnis auf (Daniel Craig, u.a James Bond – Skyfall und Verblendung), der eine ungewöhnliche Metallmanschette am Unterarm trägt und eine Bauchverletzung hat. Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit Percy Dolarhyde, dem schießwütigen Sohn des örtlichen Rinderbarons (Harrison Ford), wird der Hilfssheriff angeschossen, worauf Percy von Sheriff John Taggart verhaftet wird. Dieser findet anhand eines Steckbriefs heraus, dass der Fremde der gesuchte Verbrecher Jake Lonergan(aka der geheimnisvolle Fremde^^) ist, und verhaftet ihn daraufhin ebenfalls, wobei auch die geheimnisvolle Fremde Ella (Olivia Wilde, u.a. In Time und Tron Legacy eine Rolle spielt.

Unterdessen wird eine der Herden des Rinderbarons und Bürgerkriegsveterans Woodrow Dolarhyde (aka der Rinderbaron^^), der heimlich „Colonel“ genannt wird, wie aus dem Nichts durch eine Explosion vernichtet; von den begleitenden drei Cowboys sind zwei verschwunden, dem dritten schiebt Dolarhyde die Schuld an dem Vorfall in die Schuhe. Da tauchen Percy Dolarhydes Begleiter auf und berichten von der Verhaftung Percys, worauf der Rinderbaron mit einigen Männern in die Stadt reitet, um den Sheriffumzustimmen, notfalls mit Waffengewalt. Der Sheriff hat inzwischen die beiden Häftlinge in eine Kutsche verfrachtet, um sie dem Richter in Santa Fe zu überstellen. In diesem Moment erreicht Woodrow Dolarhyde mit seinen Männern die Stadt. Er fordert den Sheriff auf, ihm seinen Sohn und Jake Lonergan, welcher eine seiner Postkutschen ausgeraubt hatte, zu übergeben. Kurz bevor es zum Konflikt kommt, tauchen am Horizont merkwürdige Lichter auf, die sich schnell nähern und sich als Alien Raider herausstellen, die alles niederballern, was sie nicht entführen. Plötzlich wird Lonergans Armmanschette aktiv; sie leuchtet und offenbart eine Art Display. Lonergan kann sich aus der Kutsche befreien und schafft es, mit der Manschette ein Fluggerät abzuschießen und so den Angriff zu stoppen. Der Pilot des Wracks ist zunächst unauffindbar, wird dann als nichtmenschliche Silhouette in einem Gebäude gesichtet und kann schließlich entkommen. Daraufhin schließen die verschiedenen menschlichen Parteien einen Waffenstillstand und machen sich auf die Suche nach den Entführten. Auf der Suche trifft man auf Räuberbanden, Aliens, Indianer, Explosionen, Feuergefechte und Mutterschiffe.

Wie unglaublich wurde Cowboys und Aliens verrissen. Den einen war das Thema schon zu lächerlich, den anderen war es zu Mainstream, dem nächsten gefiel XYZ nicht. Mal im Ernst, wir reden verdammt noch mal von einem Film der Cowboys und Aliens heißt, hallo? Da weiß man doch worauf man sich einlässt. Craig spielt den stereotypen, schweigsamen Westernhelden, dessen Fäuste und Oneliner meistens Treffen, Harrison Ford ist der grantige alte Colonel, eine derbere Ausgabe von Han Solo oder Indiana Jones, trifft beides, und Olivia Wilde darf schön aussehen, durch die Landschaft reiten und den Tag retten. Dazu gibt es gute SFX, einen annehmbaren Western-Soundtrack und wildes Geballer.

Und natürlich interne Logiklücken und die leidvolle Erkenntnis, dass viele bekannte Produzenten (Steven Spielberg als Dreamsworkschef, Brian Grazer, Ron Howard, Alex Kurtzman, Damon Lindelof und Roberto Orci),  keinen guten Film ausmachen. Dabei ist Cowboys und Aliens gar nicht mal schlecht, es fehlt bloß der Schwung und zu viele Köche haben zu viele nebensächliche Dinge eingebaut. Kann man sich auf DVD durchaus anschauen, auch wenn es nicht schadet grundsätzlich auf Laserarmwaffen mit Holodisplay, Raumschiffe, Cowboys und Aliens zu stehen und Olivia Wilde shiny zu finden.

 

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11 Antworten zu „Review – Cowboys und Aliens“

  1. Sigismund Dijkstra schreibt:

    Sorry, aber ich mag Trash im Normalfall, aber der Film war für mich vor allem langweilig …

  2. eismann2060 schreibt:

    Ich fand auch, ein klein wenig hat der Kick gefehlt, aber dafür nimmt er ganz gezielt und generalstabsmäßig jedes einzelne Westernklischee mit, was er finden konnte.

  3. sirdoom schreibt:

    Wie oben schon gesagt, gut ist der Film nicht, aber so langweilig und mies fand ich ihn nun auch wieder nicht, aber ich steh auch auf „Laserarmwaffen mit Holodisplay, Raumschiffe, Cowboys, Aliens und Olivia Wilde“ 😉

  4. gondrino schreibt:

    Mir hat er gut gefallen, vor allem von der schauspielerischen Leistung, insbesondere von Harrison Ford

  5. Andai schreibt:

    Unterhaltsames Popkornwerk..mehr nicht, aber auch nicht weniger..gab da weit schlimmeres, höher angepriesenes ^^.

  6. Cunningham schreibt:

    Ich fand den Film gut.
    Daniel Craig und Harrison Ford waren richtig klasse.

  7. Agent Pöhlemann schreibt:

    Agent Pöhlemann’s Technikbanausität 2012:
    1. BlueRay des Films beschafft (man will ja den Palyer mal so richtig ausfahren…)
    2. Disk eingelegt
    3. über das statische DVD-Style Menü gewundert, weil eigentlich was dynamisch-BR-iges erwartet wurde
    4. Minute 10 – Folgendes gedacht: Hmmm… also der Sound klingt bei anderen BR’s irgendwie knackiger – das hier ist irgendwie DVD-Niveau
    5. Minute ca. 50 – Folgendes gedacht: Also soooo toll ist das Bild echt nicht hier
    6. (Repeat 5. – mit steigender Minutenzahl)
    7. etwas enttäuscht ausgeschaltet, Disc aus dem Player genommen
    8. Hülle in die Hand genommen, über „Digital Copy“-Angebot gelacht
    9. Disc zurück in die Hülle… MOOOOMENT! Da ist ja noch eine zweite Disc drin? Mit Blueray-Aufdruck? Was habe ich dann gerade geguckt und mich geärgert?
    10. Gemischte Gefühle aufgrund solch gutem Kundenservice (+) vs. eigener Dummheit (-)

    Anschliessend gleich Jonah Hex nachgeschoben – diesmal erwartet scharf und mit sattem Sound 🙂

  8. sirdoom schreibt:

    Hehe, einer der wenigen Fälle, wo man wieder doof dran ist, weil man von den schlechten Erfahrungen so geprägt ist, dass man eh nur das Schlimmste erwartet. Ich hatte übrigens Sorge, dass der Kopierschutz meinen DVD-Player sprengt, so wie der da Kapiteltechnisch beim lesen am rotieren war… o.O

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