„Das war abzusehen“

Dank des modernen Aufklärers Rainer Brüderle, mit dem ich in regelmäßigem Briefkontakt stehe, haben wir ja eine Debatte über Sexismus und Wahrnehmung. Und natürlich schreibt jede Klickhure seinen Senf dazu. Da sind dann einige wirklich lesenswerte Artikel und sehr viel Schrott dabei. Und dann gibt es diejenigen, die innerhalb der Debatte ganz andere Ziele verfolgen, schön verpackt, aber gefährlich.

Das war abzusehen - LogoIm Migazin und beim Freitagwo Herr Hübsch in den Kommentaren auch mitdiskutiert gibt es einen Artikel von Tariq Hübsch mit dem Titel „Das war abzusehen“ [Link Migazin, Link Freitag]. Der Aufbau ist dabei in Kurzform wie folgt: Die Trennlinie im „Geschlechterkampf“ (Alt-FeministInnen doof, arme Männer), verläuft gar nicht zwischen Mann und Frau, sondern beide sind „Opfer“ unserer „hypersexualisierten“ Gesellschaft [säkulare, westliche Gesellschaft = BÖSE!], in der man/frau ihre Reize zu Markte tragen. Was zwangsläufig zu Sodom und Gomorra führt. Weswegen der Islam die Frauen auch zu ihrem eigenen Schutz hinter Burkas wegsperrt, womit allen geholfen ist. Damit ist dann auch bewiesen, dass  nur der Glaube eine Lösung bietet. Und Ungläubige können weder Moral noch Anstand haben. Und wer dagegen ist, ist arrogant. Und natürlich ist auch noch etwas Opferrolle dabei, kennt man ja von anderen, ähnlich gelagerten Fällen. Was einen Automatismus von spontanem Kulturimperialismus in mir erweckt.

Wer angibt nur deshalb nicht mordend, brandschatzend und vergewaltigend durch die Landschaft zu ziehen, weil ihm sein eingebildeter, imaginärer Freund gesagt hat, dass der göttliche Wille dagegen ist, der macht mir ganz gewaltig Angst. Es erklärt aber auch, warum sehr viele Gläubige nicht verstehen können, wie ein Ungläubiger sich an irgendwelche Werte halten kann. Siehe auch Wolfgang Thierse [Link: Privatsache, Herr Thierse!].

Der Islam versucht den Menschen nicht nur zu „zivilisieren„, der Islam versucht den Menschen zu Gott zu hieven. Auf einen Thron, der von Gott selbst gestützt wird, und den deshalb kein Mensch stürzen kann.

Im Zusammenhang fasse ich das als Drohung auf.

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11 Antworten zu „Das war abzusehen“

  1. Wallace schreibt:

    Hat zwar nur was mit dem Einsteiger zu tun, aber: Mein Preis für das beste Kostüm im Kölner Karneval dieses Jahr geht an ein Pärchen. SIE im Dirndl, ER mit Brüderle-Maske. 😀

    Wobei den als Chinesen verkleideten Chinesen von vor zwei Jahren schlägt, glaube ich, niemand mehr. Nicht in diesem Leben.

  2. sirdoom schreibt:

    *hihi* Ganz großes Tennis! 🙂

  3. XDragoon schreibt:

    Ich habe das Original hier vor Ort, da braucht es niemanden mit entsprechender Maske.

  4. sirdoom schreibt:

    Darauf einen Äppelwoi! 😀

  5. XDragoon schreibt:

    Falsche Rheinseite…

  6. sirdoom schreibt:

    Woher soll ich als Deichmolch wissen, wie bei euch der Verlauf von diesem Bach ist? 😛

  7. XDragoon schreibt:

    Der Rhein ist sowohl eine topographische als auch eine administrative und kulturelle Grenze. Und auf der Ebsch Seit‘ gibt’s Äppelwoi.

  8. Wallace schreibt:

    Du Doom, das scheint so ähnlich zu sein wie mit der Elbe. 😉

  9. sirdoom schreibt:

    Also bitte, der östliche Zufahrtsbach zur Nordsee ist ja nun durchgängig gut ausgeschildert und man weiß immer wo die Inzestdörfer, die Ossis, die Hannoveraner, usw… sind. Aber woher soll man das beim Rhein wissen??? *g*

  10. Wallace schreibt:

    Das ist beim Rhein in der Tat extrem schwer. Während man zwar praktisch überall eine „richtige“ und eine „falsche“ Seite kennt – im Rheinland in der Regel als „Schäl Sick“ bezeichnet – wechselt die auch alle paar Kilometer. So sind z.B., wenig überraschend, in Köln und Düsseldorf die Schäl Sicks genau vertauscht.

    Was das mit dem Artikel zu tun hat? Nichts natürlich. 😉

  11. sirdoom schreibt:

    Nein, nein, ist doch immer wieder toll, was man hier so lernt! 🙂 Aber erzähl mir mehr: Diese inländischen, katholischen Apostolat-Camps im Rheinland sind also auf verschiedenen Seiten des Bachs und bekriegen sich andauernd? Interessant, als weltkultureller, protestantisch geprägter Norddeutscher will man ja informiert sein, wenn mal wieder Kirchenspaltung in den südlichen Siedlungsgebieten ist! 😀

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