„Triple Feature – Real Steel – 30 Minuten oder weniger – Sherlock Holmes 2“

Im Jahre 2020 werden die Menschen im Boxring durch Roboter ersetzt. Abseits der offiziellen Liga nimmt die Charlie Kenton(Hugh Jackman), vormals selbst ein aktiver Boxer, als Trainer bzw. Roboterpilot an privat organisierten Roboterkämpfen teil, wenn auch nur mit wenig Erfolg. Nach einem verlorenen Kampf erfährt er, dass seine ehemalige Freundin verstorben ist und sein Sohn Max – um den er sich bis zu diesem Zeitpunkt nie wirklich gekümmert hat – nun einen neuen Vormund braucht. Als Charlie beim Gerichtstermin bemerkt, dass die zukünftigen Adoptiveltern von Max vermögend sind, eröffnet er Marvin, dass er das Sorgerecht für Max nur dann abgibt, wenn er dafür 100.000 Dollar bekommt und Max die Sommerferien bei ihm verbringen darf. Charlie bekommt die ersten 50.000 Dollar, als Debra und Marvin Max zu Charlie bringen. Mit dem Geld versucht Charlie Kenton einen neuen Anlauf im Robotboxing, hat aber seinen vorlauten Sohn, der ihm nur zu ähnlich ist an der Backe. Als Charlies erster Anlauf schiefgeht, ist es der von seinem Sohn gefundene Sparringsroboter vom Schrottplatz, der noch eine Chance darstellt.

Real Steel klaut hemmungslos bei allen Spielberg-Familienfilmen, bei allen Rocky-Filmen, bei StallonesOver the Top“ und drückt auch mal so richtig episch auf die Tränendrüse. Aber besser gut geklaut als schlecht selber gemacht. Es gibt einige ganz gute Gags, die Vater-Sohn-Chemie stimmt, die Roboterkämpfe sind ansprechend gemacht. Besser als der 0815-Hollywood-Durchschnitt und weit davon entfernt einer dieser Familienfilme zu sein, wo man schreiend wegrennt. Durchaus unterhaltsam.

Nick(Jesse EisenbergThe Social Network) arbeitet in einer Kleinstadt als Pizza-Lieferant. Sein Leben ist ziemlich eintönig, bis er eines Tages auf die zwei Möchtegern-Kriminellen Dwayne und Travis stößt. Das unberechenbare Duo kidnappt Nick und zwingt ihn dazu, eine Bank zu überfallen. Weil ihm nur wenige Stunden bleiben, um das Unmögliche möglich zu machen, bittet Nick seinen ehemals besten Freund Chet um Hilfe. Während die Uhr tickt, müssen sich die beiden mit der Polizei, Auftragskillern, Feuerwerfern sowie – nicht zuletzt – ihrer eigenen gestörten Beziehung herumschlagen.

30 Minuten oder weniger – das Motto des Pizza-Services für den Nick arbeitet – ist eine wesentlich witzigere Actionkomödie, als man zuerst denkt. Klar, die Witze sind platt und es hagelt jede Menge Zoten. Die Charaktere sind Holzschnittartig und Überraschungen sucht man mit der Lupe. Aber der Film ist voller gelungener Filmzitate, konzentriert sich auf das wesentliche und hat einige gute Lacher. Mehr als so manch anderer Film. Muss man nicht schauen, aber macht durchaus Spaß. Regie hat übrigens Ruben Fleischer(Zombieland!) geführt.

Dr. Watson(Jude Law) heiratet und Sherlock Holmes(Robert Downey Jr.) versucht verzweifelt an Moriarty(Jared Harris) heranzukommen und stört dabei seine Kreise, was Moriarty dazu bewegt Irene Adler(Rachel McAdams), Sherlocks Femme Fatale – aus dem Spiel zu nehmen  und Dr. Watsons Ermordung zu planen. Aber so leicht gibt Holmes nicht auf und eine wilde Reise von Paris über Heilbronn bis zum Reichenbachfall beginnt, während der erste Weltkrieg um Jahre zu früh vor der Tür steht.

Sherlock Holmes – Spiel im Schatten ist eine actionreiche Kriminalklamotte, mit interessantem Setting, schönen Kämpfen, tollen (Landschafts-) Aufnahmen und mittelmäßigen bis guten Onelinern und Witzen. Das finale Schachspiel zwischen Holmes und Moriarty ist grandios und wenn es eine Personifizierung englischer Exzentrik gibt, dann ist es Stephen Fry als Mycroft Holmes, Unterstaatssekretär  für Buchprüfung und Sesselschubsen alias Leiter der Abteilung Probleme(TM) des Außenministeriums des Empires. Bei Noomi Rapace hab ich die ganze Zeit erwartet, dass sie eine Laptop auspackt oder vergewaltigt wird, aber denkste, fast schon Etikettenschwindel. Immerhin darf sie auch mal zuhauen. Fazit: Wer Teil 1 mochte sollte Teil 2 auch schauen, imho ist der sogar etwas besser.  Mir persönlich gefällt die aktuelle BBC-Fassung mit Benedict Cumberbatch, der ja auch aller Wahrscheinlichkeit der neue Khan Noonien Singh sein wird, insgesamt allerdings doch wesentlich besser. Und in welcher Fassung Irene Adler besser ist, ist im Ansatz fast schon Ketzerei!

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10 Antworten zu „Triple Feature – Real Steel – 30 Minuten oder weniger – Sherlock Holmes 2“

  1. ravenscroft schreibt:

    Ja da hat der Imperator recht. Gestern Abend den zweiten Teil von Sherlock Holmes gesehen und für noch besser als den ersten befunden.

  2. sirdoom schreibt:

    Ich weiß zwar, dass ich recht hab, aber es ist schön es öfter mal zu hören, danke! 😀

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