„Mit dem Zweiten propagiert es sich besser“ Freitag, Dez 11 2009 

Das ZDF hat einen neuen Chefredakteur, Peter Frey. Wie Frey Journalismus versteht ist recht eigenartig, er kuschelt gerne mit CDSU/FDP/SPD, wenn allerdings die LINKE betroffen ist, dann wird die Kettensäge rausgeholt. 

 

Zusammen mit der neuen ZDF Hauptstadtstudio-Chefin Bettina Schausten neigt er allerdings auch zur Frömmelei, was eigentlich jeden schon verdächtig genug macht.

„Shadowrun Schattenstädte 2071 Cut Material“ Donnerstag, Dez 10 2009 

Schattenstädte war der erste in einer Reihe von Hintergrundbänden für Shadowrun 4, in denen die wichtigsten Megaplexe der Sechsten Welt beschrieben werden. Lange vergriffen erscheint der Band nun in überarbeiteter Fassung, mit neuem Cover, als Hardcover neu. Der Fokus des Buches liegt auf Seattle, Hongkong und Hamburg, wobei alle Städte an Hand publizierter und geplanter Quellen aktualisiert wurden, um sie an die Timeline von 2071 anzugleichen. Dazu gibt es Infos zu Kapstadt, Caracas, Istanbul und erstmalig wird in dieser Ausgabe auch die deutsche Übersetzung des Kapitels über Marseille enthalten sein, welches die französischen Kollegen für ihre Ausgabe des Runner Havens produziert haben. Aus einem für Shadowrunner typischen Blickwinkel gibt dieses Buch einen umfassenden Überblick über verschiedene Stadtteile, interessante Orte und den Machtkampf der Politiker, Konzerne, Verbrechersyndikate und Gangs, einschließlich zahlreicher Abenteuerideen.

Preis: 29,95€ – Seiten: Ziemlich viele(!) – EAN: 9783941976009

 

Liner Notes: Neben den Aktualisierungen und Anpassungen der ursprünglichen Texte, wurde ich gebeten auch noch ein bis zwei erklärende und beschreibende Sätze zum Hamburger Hafen einzubauen. Ehe ich mich versah, war der Text erheblich angeschwollen und zusätzlich eine kleine Kurzgeschichte entstanden, da ich schon immer etwas mehr zu den Quijotes schreiben wollte, aber nie genügend Zeit und Anlass fand. Mit den Erweiterungen zu Seattle, Marseille und tausenden kleinen und kleinsten Updates war das allerdings leider etwas zu viel des Guten, da das Buch eh schon zum Platzen voll war und als größerer zusammenhängender Text musste leider die Kurzgeschichte dran glauben. Falls übrigens jemandem der Name der Leiterin der 1. Schicht von Ætherlinks Reparaturabteilung bekannt vorkommt, dann habt Ihr mit dieser Vermutung recht.

>>>>> BEGINN BOXED TEXT

Wir Quijotes!

Der Ætherlink Shuttlebus bringt uns zum Checkpoint. In Neon-Weiß getauchter Plastbeton mit scharfen Kanten ohne Details. Dabei ist in den Röhren nicht einmal Neon, weil Argon viel billiger ist und dieselbe Funktion erfüllt.  Unsere Ausweise werden geprüft, während 500m weiter westlich ganze Container über die grüne Freihafengrenze geschmuggelt werden. Es ist wieder eilig, das Netz wartet nie und wir haben schon den 25. Ausfall in 12 Stunden. Eigentlich sollte sich Team 3 um den Ausfall im Containerbereich kümmern, aber das Netz ist immer noch unten. Ich checke meine Ausrüstung während Rahjid unseren Elektroscooter auf das riesige Gelände fährt. Direkt hinter dem Checkpoint säumen rotgeziegelte Lagerhallen den Weg, mal mehr mal weniger verkommen und warmes Licht schmiegt sich vorteilhaft an die alten Gebäude. Käthes Nachtcafé zieht eine abstruse Mischung aus Schwarzarbeitern, übernächtigten Managern, Sicherheitsleuten und Kriminellen an, um sie mit Fischbrötchen, Bier oder härteren Sachen zu versorgen. Die gepflegten Großraumkantinen haben nämlich alle schon zu.

Wir erreichen Containerterminal 7 und betreten eine andere Welt. Die Wachdrohne liest unsere Identifikation und schnurrt davon. Breite Straßen, heller Asphalt, rote Stoppbalken für die automatischen Transporter, Gabelstapler und Kräne. In der Ferne sehe ich die Nachtwache im Wachturm, an dessen Scheibe sich die Holobilder der Kontrolltridschirme spiegeln. Immer noch Hightech und trotzdem Relikte aus der Zeit vor dem zweiten Crash. Eine Containerdrohne hatte einen Unfall und bewegt sich verwirrt jeweils zwei Meter vor und zurück. Ohne Netz und nur mit Trägheitsnavigation und optischer Erkennungssoftware funktionieren die Drohnen zwar auch, aber nicht so perfekt wie sonst. Es beruhigt mich irgendwie die hilflose Drohne zu sehen. Sie hätte für uns ebenfalls nicht angehalten, sondern uns einfach überfahren. Schließlich gibt es in einem Umkreis von einem Kilometer offiziell gar keine Metamenschen. Wir erreichen WiFi-Relais 167b und sehen den Scooter von Team 3. Zwei blutige Schleifspuren führen vom Scooter zum Wasser. Neue Kreuze für unsere Liste, fast 15 im letzten Monat. Wieder ein Totalaustausch, Reparatur unmöglich. Und draußen lauern die Bestien. Wie befreit lache ich minutenlang als wir den Ort wieder verlassen und Rahjid es geschafft hat, sich sein Kaugummi um seinen Hauer zu wickeln. HAZMAT wird hinter uns aufräumen. Tage später erledigen sie eine Gruppe von Leuten, die angeblich für die Morde an Team 3 verantwortlich waren, ich glaube sie haben nur Schmuggler erwischt. Rahjid will einige Sicherheitsmaßnahmen treffe, ich hoffe er tut nichts unüberlegtes. Ich habe wieder einen Bericht geschrieben, dass wir Verstärkung und Sicherheitspersonal brauchen. Die Zentrale verspricht Abhilfe, wieder einmal.

Eine Dusche und gefühlte drei Liter Soykaf später fühle ich mich immer noch wie Drek. Aber es geht wieder los, kaltes Licht, warmes Licht, gar kein Licht, kaltes Licht, warmes Licht. Rahjid hat mehrmals mit irgendwem telefoniert und wirkt ziemlich entschlossen. Wir erreichen Nebenkanal 14, es sieht aus wie eine Müllhalde. Die Blohm&Voss Werft leuchtet wie eine Nova im Licht künstlicher Sonnen, während eine Fregatte das Dock verlässt, begleitet von Renraku Kampfdrohnen. Der Sendeverstärker wurde von Kugeln durchlöchert, laut Anweisung trage ich es als Ausfallgrund „Verschleiß“ ein, als sich drei Gestalten in billiger Köperpanzerung mit gezogenen Waffen nähern, grinsend. Immerhin wird Rahjid wahrscheinlich einfach nur sterben. Besser als es mir ergehen wird, ich habe die Obduktionsberichte gelesen. Der vernarbte Anführer des Trios öffnet den Mund. Sein Kopf verschwindet, der Überschallknall einer großkalibrigen Waffe folgt und Rahjid zerrt mich in Deckung. Einer des zum Duos geschrumpften Wetworkteams bricht einfach mit Nasenbluten zusammen, der letzte rennt davon, in die Salve einer Franchi SPAS-22. Am anderen Ufer waschen Asiaten wortlos Nobelkarossen, ich weiß nicht, ob sie die Autos aufhübschen wollen, bevor diese verschoben werden, oder ob es nur einer der vielen Ausbeuterbetriebe im Hafen ist, der Dreksarbeit für Execs billiger anbietet als die Gewerkschaft erlaubt. Rahjids Onkel taucht mit einigen anderen dunklen Gestalten auf. Nun weiß ich was Rahjid meint, wenn er sagt sein Onkel arbeitet in der „Sicherheitsbranche“, sie sind Shadowrunner. Als die Leichen im Kanal beseitigt werden sollen, reicht es. Keine Wasserleichen mehr. Rahjids Onkel schaut mich mit erhobener Augenbraue an, lässt mir aber meinen Willen. Zwanzig Minuten später sind die Leute der HAZMAT da und stellen keine weiteren Fragen. Seit diesem Tag zweige ich Geld für Runner, Selbstverteidigungskurse und Waffen aus dem Spesenbudget ab. Es gibt immer noch Vorfälle, aber es sind wesentlich weniger geworden. Ich habe kein schlechtes Gewissen deswegen, höchsten weil ich nicht eher damit angefangen habe. Der Alarm geht los, ein ganzer Abschnitt des Netzes im Hafen ist weg, wir fahren los, in den Plastbetondschungel aus alt und neu, wir sind Quijotes. 

> Anne Odenthal ist Einsatzleiterin der 1. Schicht von Ætherlinks Reparaturabteilung für die Freihandelszone.

>Deckard

>>>>> END BOXED TEXT

P.S.: Wer das Buch kauft, wovon ich ausgehe(!)*, findet mit dem Expertensystem des Hamburger Hafens übrigens noch ein kleines Easteregg.

*Wehe wenn nicht ;)

Links: Shadowrun bei Pegasus Spiele / Schattenstädte Anekdoten

Update: Auf vielfachen Wunsch als PDF-Version: Wir, Quijotes! – Schattenstädte 2071 Cut Material

„Wenn, wird hier richtigrum gefickt!“ Mittwoch, Dez 9 2009 

Spiegel Online hat einen Artikel über die Eskalation von Homophobie in Afrika. Nicht, dass das in Osteuropa anders wäre, aber immer wird da nicht offiziell von Todestrafen gesprochen. Über den Nahen Osten brauchen wir bei sowas nicht reden, unsere Muslimischen Freunde hacken schließlich schon Dieben die Hand ab, was passiert da erst mit Männern die sich nicht an die gute, alte, moralisch einwandfreie Tradition halten, 13-Jährige Mädchen zu vergewaltigen? Arschficken hingegen ist Schaitans Werk!

Dem Gesetzentwurf in Uganda ging ein Besuch von Vertretern erzkonservativer amerikanischer Glaubensgemeinschaften voran, die Homosexualität für widernatürlich halten und ihre „Heilung“ durch Gebet und Therapie propagieren. Minister Buturo spielte ihren Einfluss herunter und betonte, der Gesetzentwurf sei Ausdruck des Volkszorns über „abstoßende“ Praktiken.

Mit „erzkonservativen, amerikanischen Glaubensgemeinschaften“ sind natürlich freundliche Christen gemeint. Das erklärt dann auch die neue Sportart in Südafrika:

In Südafrika [...] fallen Gruppen von Vergewaltigern zwecks „Umerziehung“ über lesbische Frauen her. Voriges Jahr wurde eine 19-jährige lesbische Sportlerin von einer Bande vergewaltigt, gefoltert und ermordet.

Böse Zungen würden von einem Feldversuch reden, bei dem man in abgelegenen Gebieten ein „Proof of Concept“ durchführt, um daraus dann eine Strategie für den Rest der Welt zu entwickeln, denn wir alle wissen:

Um Gottes Willen zu vollführen, eine Gottesgefällige Welt zu erschaffen und gegen den Teufel zu kämpfen, ist absolut jedes Mittel recht, egal wie brutal, abartig, menschenverachtend, böse und unmoralisch es auch sein mag. „Gott“ darf dabei je nach persönlichem Geschmack durch „Führer„, „Generalsekretär des Zentralkomitees„, u.ä. ersetzt werden.

„Brickgun“ Freitag, Dez 4 2009 

Was passiert, wenn Männer mit LEGO spielen? Klar, eine 9mm Semi-Automatik-Pistole!

Die Waffe hat einen beweglichen Schlitten und – wie sichtbar – ein herausnehmbares Magazin samt Kugelimitaten. :)

BRICKGUN

„Something Darkside“ Freitag, Dez 4 2009 

Nach dem Meilenstein „Blue Harvest„, kommt demnächst die langerwartete Fortsetzung der Weltraumsaga:

Something, Something, Something, Dark Side

Wer auf die deutsche DVD warten will, VÖ ist der 26.02.2010 :)

„Heldenkneipe“ Freitag, Dez 4 2009 

Mittlerweile hat so ziemlich jede Subkultur und Bevölkerungsschicht ein eigenes Online-Verzeichnis (vielleicht mit Ausnahme von HartzIV-VZ oder Rentner-VZ), und nun gibt es auch eines für Rollenspieler, die Heldengalerie. Der Nutzer ist hier aber immerhin nur so gläsern, wie er selbst will, die einzigen Angaben, die gemacht werden müssen, sind Name (und anscheinend nicht zwingend der eigene) und Mailadresse.

Bleibt die Frage im Raum: Wozu ist das Ding gut? Im Endeffekt für das gleiche wie alle anderen Netzwerke, neue Leute mit ähnlichen Interessen kennen lernen, (Online-)Bekanntschaften pflegen, Spieler aus der Region suchen, mal über den Tellerrand schauen uns so weiter. Könnte sich durchaus als interessant erweisen, denn Vernetzung über die eigene kleine Sparte hinaus war ja bisher nie so die Stärke der Papier-und-Stift-Rollenspieler. Der Ursprung ist dabei nicht zu verleugnen: Die Macher sind die gleichen, die hinter der Role Play Convention stecken, von daher ist ein gewisses Maß an Energie und Einsatz wohl auch über längere Zeit hinaus zu erwarten.

„Koch und Kellner“ Donnerstag, Dez 3 2009 

Aus gegebenen Anlass zur Brender-Affäre.

„Long ago…“ Mittwoch, Dez 2 2009 

Was den Kircheneinfluss angeht, sollte man sich ab und zu an gewisse Dinge erinnern. Noch bei der 1993er Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zum Thema Vereinheitlichung des §218 im Zuge der Wiedervereinigung stand die Frage im Raum,

„…ob die Promiskuität von Frauen nicht nur über ein restriktives Abtreibungsgesetz verhindert werden kann?“

„Demokratie wohin?“ Mittwoch, Dez 2 2009 

Nach der politisch unkorrekten Volksabstimmung in der Schweiz über den Bau von Minaretten brodelt mal wieder die politische Landschaft. Die eine Seite sieht in diesem Ergebnis den Grund warum Volksentscheide, (E-) Petitionen und allgemein mehr direkte Demokratie falsch und die Ausgeburt der Hölle des Prekariats sind, während die Befürworter entweder von einem kleinen Ausrutscher oder „so ist nun mal der Wille des Volkes“ sprechen. Wie üblich wird dabei nicht eine Sekunde über den Tellerrand geschaut.

Volksentscheide über alles was ansteht sind nicht praktikabel, bieten keinerlei Planungssicherheit und führen schnell zu einer Diktatur der Massen. Die Antwort kann aber keine Diktatur der Parteien sein, wie es z.Z. der Fall ist, wo sämtliche Parteien sich in Demokratievermeidung üben, sich hinter Listen verstecken und mehr mit Parteipatronage beschäftigt sind, als mit Politik. Wenn der Bürger der Feind ist, dann ist es verständlich, dass man selbst kleine Volksentscheide auf Länderebene als nicht bindend ansieht, (E-) Petitionen am liebsten mit dem bösen Internet zusammen dichtmachen würde und unter „Mehr Demokratie wagen“ versteht, unliebsame, unabhängige Redakteure durch Parteilinienfreundliche zu ersetzen. Eines der Argumente gegen Volksentscheide & co ist die Manipulierbarkeit selbiger durch Interessengruppen. Dieselben Interessengruppen, die auch jetzt schon mit Geld, Macht, Korruption, Erpressung und Betrug die Geschicke der Republik lenken. Ein großer Unterschied wäre da nicht vorhanden. Wer da von der größeren moralischen Verantwortung der Parlamentarier redet, hat zwar den Theorietest bestanden, mehr aber auch nicht.

Insofern ist die freie Willensausübung des Volkes auch und gerade durch Volksentscheide und (E-) Petitionen ein Muss in einer freien Gesellschaft, welches nur eingeschränkt werden darf, um eine Diktatur der Massen zu verhindern und den Minderheitenschutz zu gewährleisten.

Kommen wir zum Minarett-Fall: Seit Jahren werden wir von unseren Regierungen mit Horrorszenarien durch bösartige Islamisten versorgt, FUD ist eines der Hauptinstrumente zur Durchsetzung der politischen Agenda geworden, begeistert unterstützt durch Medien aller Art und die Islamisten haben dazu noch das ein oder andere Bömbchen beigetragen. Natürlich hat der „normale Bürger“ Bedenken was den Islam angeht, wie sollte er auch nicht? Da sollte man sich nicht wundern, denn in Deutschland wäre das wohl ähnlich ausgegangen. Die übliche Fremdenangst spielt natürlich auch mit rein, aber sowas kann man auch notfalls mit Ostdeutschen als Feindbild hinkriegen.

Was bleibt? Die Minarett-Abstimmung ist kein Versagen von Volksentscheiden sondern die Folge einer Führung durch Terror und Panik.

Wobei eine etwas offensivere Ablehnung der Methoden Al Kaidas dem Standpunkt der Muslime in Europa durchaus nützlich sein könnte und Burkha-tragende Ganzkörperverhüllte Frauen in westliche Städten helfen auch nicht gerade…

„Leuchtturm der Freiheit“ Montag, Nov 30 2009 

Europa ist ein christliches Land, christliche Kirchen gehören zum Erscheinungsbild, der Islam war lange Zeit der Feind und einige Islamische Länder sind es mittlerweile wieder und da sollen sich Minarette über die europäischen Städte erheben und fünf mal am Tag in fremder Sprache und mit unglaublicher Lautstärke, das Leben der Bevölkerung stören? Kein Tag vergeht, ohne die Aufdeckung konspirativer Treffpunkte von gewaltbereiten Islamisten in Moscheen, so dass es eigentlich dem gesunden Menschenverstand widerspricht, die sogenannten Gotteshäuser überhaupt geöffnet zu lassen. Und wo wir gerade dabei sind, wie sieht es denn mit den christlichen Kirchen in der islamischen Welt aus? Wir können uns wieder über Moscheen und Minarette unterhalten, wenn in Mekka die ersten 3-4 christlichen Kirchen eröffnet haben.

Andererseits fragt man sich ja schon, ob unsere westliche Demokratie nicht in der Lage ist, ein paar Minarette zu ertragen. Was den muslimischen Gebetsruf Adhān angeht, es gibt schließlich auch Regeln für das christliche Glockengeläut und ganz nebenbei, können wir es uns wirklich leisten die größte Minderheit unserer westlichen Welt so auszugrenzen und weiter zu ignorieren? Sollten wir nicht lieber auf sie zugehen und sie integrieren, dann gibt es nämlich auch bald keine Hinterhof-Treffs radikaler Muslime mehr. Und mal ehrlich, sind nicht wir die freiheitsliebenden und „guten“ Nationen? Wenn die muslimische Welt christliche Kirchen erlauben soll, dann müssen wir mit ihnen darüber reden und nicht selber etwas Falsches tun, um eine krude Form von Gerechtigkeit zu erzwingen, die beide Kulturkreise noch mehr entfremdet.

Aber sind das nicht alles die falschen Fragen? Sind wir nicht ein säkularer Staat, der seinen Bewohnern Religionsfreiheit garantiert und dabei selber, aus gutem Grund, unparteiisch bleibt? Wenn Kirchen und Kirchengeläut erlaubt sind, dann müssen auch Moscheen und der Adhān vom Minarett erlaubt sein. Persönlich kann ich übrigens gerne sowohl auf lautes Kirchengeläut als auch den Adhān verzichten, es geht mir beides auf den Senkel, denn auch Atheisten haben Rechte, auch wenn das den dem geistlichen Gesocks immer schwer zu vermitteln ist.

Die Rechtsradikalen Europas brüllen vor Freude, ob ihres Sieges über den heimtückischen Muselmann, die Muslime brüllen vor Wut, ob dieses weiteren Affronts des westlichen Imperiums des Bösen. Die Rechtsradikalen frohlocken und fordern weiterzugehen und alle Murats rauszuwerfen.

Ich stimme dem vollkommen zu und bitte die ganzen glatzköppigen Kevins gleich hinterher! Und die Politiker!!! Und die ganze kinderschändende Katholenbande, die dem Kreationismus verfallenen Freikirchen-Irren, die betrügerischen Rechtsverdreher(also alle) und natürlich nicht zu vergessen, Dieter Bohlen und das gesamte Mutantenstadl. Seien wir doch einfach mal konsequent!

Ach, das ist dann doch zu radikal und verallgemeinernd? Da schau mal einer kuck…

„Bananenrepublik im November“ Freitag, Nov 27 2009 

Ex-Verteidigungs- und Arbeitsminister Jung hat sich nicht an an Regel 3 gehalten und wurde zurückgetreten. Innerhalb kürzester Zeit fand man „kompetenten“ Ersatz. Und jetzt bitte nicht lachen, auch wenn es schwer fällt…

Neue Arbeitsministerin ist uns Uschi, Zensursula von der Laien, Expertin für alles! Ob es im Arbeitsministerium auch Kinderpornos gibt?

Und ihre Nachfolgerin als Ministerin für alles außer Männer wird uns auch noch so einigelustige“ Momente bescheren. Immerhin ist Kristina Köhler fotogen… und Mitglied einer „gewissen“ religiösen „Richtung„.

Während dieses „Bäumchen-wechsel-dich“-Spiel durch die Landschaft rauscht, hat es die CDU in bester Berlusconi-Manier geschafft, einen der letzten unabhängigen Chefredakteure eines deutschen Senders rauszuschmeissen. Das ZDF sendet ab jetzt ganz offiziell nur noch Propaganda.

Auf den Hinterbänken der Niedersächsischen Landespolitik erfindet der Innenminister Schünemann, ein alter Bekannter auf dem Gebiet Rechtsbeugung, Verfassungsbruch und antidemokratische Aktionen, die von ihm so genannte „White IT„. Lesen und kotzen… Dabei fällt der Jugendmedienschutzbeauftragte des Deutschen Kinderschutzbundes, Ekkehard Mutschler, wieder besonders negativ auf. Zitiert wird er folgendermaßen:

Man müsse der „starken Täter-Lobby“ für Kinderpornos im Netz eine „Lobby für Kinder und Jugendliche“ entgegensetzen.

Nicht vergessen, Menschen die in der Lage sind einen Rechner ohne Hilfe Einzuschalten, Demokraten, Antizensur-Aktivisten, usw sind alles die Täterlobby. Warum gruselt es mich eigentlich, wenn ich mir das Bild des DKSB-Bundesvorstands anschaue?

Und nebenbei setzt sich der Beauftragte für Kultur und Medien, Bernd Neumann, mal wieder für seine Zielgruppe ein. Also nicht für den Bürger oder gar die Künstler, sondern für Großkonzerne und Lobbygruppen. Denn es gibt kein Recht auf Privatkopie, GEMA- und Geräteabgaben darf man aber trotzdem gerne weiterzahlen[Quelle].

Und Günther Ottinger soll EU-Energiekommissar werden

Im Bananenstaat Tonga, wäre sowas unmöglich…

„Two Sides of the same Coin“ Freitag, Nov 27 2009 

Irland, Land der grünen Wiesen, der glücklichen Kerrygold-Kühe und der Kleeblätter. Die lange katholische Tradition und der Ulster-Konflikt haben wohl dafür gesorgt, dass immer noch über 85% der Einwohner sich zu dieser Religion offen und fest bekennen. Aber auch Irland musste zwangsläufig von einer Tragödie, einem ungeheurem Verbrechen eingeholt werden, welches alle Länder mit größerer katholischer Präsenz regelmäßig ereilt. Nachdem die Katholische Kirche jahrelang alles versucht hat, um die Wahrheit zu vertuschen, ist der Knoten nun geplatzt.

Eine offizielle Regierungskommission hat heute in ihrem Abschlussbericht den jahrzehntelangen, tausendfachen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester und die Deckung selbiger vor Strafverfolgung als Faktum festgestellt. Pflichtbewusst haben sich Regierung und Kirche auch schon entschuldigt. Verhaftet wurde bisher allerdings niemand, wie üblich. Allerdings werden die Rufe nach den Köpfen der Verantwortlichen immer lauter…

[Quelle]

In Deutschland hingegen hat der Ethikrat festgestellt, dass sogenannte Babyklappen Unsinn wären, weil verzweifelte Mütter ihre Kinder wohl ohne Babyklappe schon nicht umbringen würden, oder diese eh nicht nutzen würden. Außerdem würde das Recht des Kindes auf Wissen über seine Herkunft Babyklappen rechtlich bedenklich machen.

[Quelle]

EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Margot Käßmann hält diese Argumentation für einen Haufen Schwachsinn. Ich stimme selten dem Klerus zu, diesmal allerdings ausdrücklich…

„No Fantasy Days after tomorrow*“ Donnerstag, Nov 26 2009 

*

Grundsätzlich ist es immer zu begrüßen, wenn jemand was im Fantastischen Bereich hochzieht, ob Convention, Messe, Spieletage, usw. Ob nur auf Pen&Paper, nur Computer-RPGs, Larp, Reenactment oder was auch immer bezogen, oder auch alles zusammen. Das trägt dazu bei, das Hobby am Leben zu erhalten, alte Fans bei der Stange zu halten, neue Zielgruppen zu erschließen. Man kann allerdings dabei auch so richtig ins Klo greifen.

Nachdem der Redaktionelle Teil der Bad Company sich bereits auf der Spielwarenmesse in Essen verausgabt hatte, beschloss man zu den kurz danach stattfindenden „Fantasy Days“ einige der mittlerweile Hauseigenen Ninjas zu schicken, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Der Titel des „Operation Report“ lautete „Wie man es nicht macht“.

NINJA OPERATION REPORT

Fantasy Erlebniswelten in Düsseldorf? Oder doch nur gähnende Langeweile? Was war da passiert? Die Convention „Fantasy Days“ hatte ihre Pforten geöffnet, mit großer Showhalle, Händlern, Workshops, Mittelaltermarkt und Party, einer ganzen Erlebniswelt für jeden Fantasyfan, insgesamt mindestens 15.000 an der Zahl, zumindest in der Theorie.

Die Praxis im „Burg Wächter Castello“ in Düsseldorf-Benrath Anfang November sah etwas anders aus. Noch auf der Spielwarenmesse war erstaunlich vielen Leuten die Veranstaltung völlig unbekannt, und selbst am Tag der Eröffnung gab es weder Ausschilderung an den Zufahrtsstraßen noch an der Halle selbst. Wenn es denn eine zeitige Eröffnung gegeben hätte, denn diese fand am Freitag nicht planmäßig statt, sondern wurde auf den Nachmittag verschoben, da die Feuerwehr nach einem technischen Missgeschick bei der Bühnentechnik die Halle erst einmal gesperrt hatte. Die Hauptbühne, immerhin mit stolzen 3600 Sitzplätzen fiel damit Freitags komplett aus.

Das war aber nicht weiter schlimm, da sowieso kaum jemand anwesend war, was die Händler noch auf einen besseren Samstag hoffen ließ. Wer Samstag Mittags zur „Fantasy Days“ wollte, konnte immerhin an den Parkgebühren sparen, denn in den Zufahrtsstraßen gab es offenkundig mehr als genug Parkplätze. Das Geld ging dann aber auch gleich für den Eintritt drauf, der lag nämlich für den Samstag bei stolzen 25 Euro. Auch hier wieder das gleiche, trübe Bild, vielleicht 1500 Besucher, primär aus der lokalen Manga-Szene, definitiv aber keine 15.000, wie angekündigt [Anmerkung der Redaktion: Die „Fantasy Days“-Leitung spricht mittlerweile von 6200 Gästen, 15.000 wäre niemals eine offizielle Zahl gewesen]. Die meisten Händler hatten mittlerweile einen Hals, genauso wie „Eisblume“, die eine Show vor 200 Leuten wohl nicht so gut verkraftet hat, um danach noch Autorgramme geben zu können.

Ansonsten gab es grade für Rollenspieler nicht viel zu sehen. Außer den tapferen Mitarbeitern vom 13Mann Verlag ist kein Verlagsmitarbeiter zur FD verschlagen worden, es gab aber auch gar keinen Platz für Spielrunden irgendeiner Art. Immerhin haben der Lorp-Shop und ein paar von Games Workshop dort hin bestellte Schergen Ladenmitarbeiter aus der Region einige Einführungsrunden in TableTops gegeben. Wem der Sinn eher nach etwas mittelalterlichem war, konnte über den Mittelaltermarkt schlendern. Genug Platz war für die drei (!) Zelte auf der großen Betonfläche zumindest vorhanden.

Immerhin konnte man sich am Abend auf der „Conventionparty“ in aller Ruhe mit den Händlern unterhalten, ansonsten war nämlich niemand anwesend, außer einem DJ, der nur knapp der Lynchjustiz gereizter Händlerohren entging. Kurz gesagt: Es war kaum der Rede wert, auch wenn ein gewisses Maß an Mitleid für die Händler, von denen einige bereits Sonntag Mittags wieder abgebaut hatten, vorhanden war. Die Idee eine Fantasy-Veranstaltung für alle Genres mit Eventcharakter aufzuziehen wirkt sicher sehr charmant, aber die Umsetzung war, vorsichtig ausgedrückt, amateurhaft.

END OF OPERATION REPORT

Nun aber zum interessanten Teil: Was tut man, wenn einem die Veranstaltung ins Gesicht explodiert ist? Genau, man hofft, dass niemand etwas gemerkt hat, und sollte man nicht schon insolvent und mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet sein, versucht man es im nächsten Jahr wieder, vorzugsweise anders.

Stattdessen springen allerlei kleine Schergen des Veranstalters, der nebenher noch eine Truppe von ambitionierten Laienschauspielern leitet, der Veranstaltung virtuell zur Seite, oder anders ausgedrückt: Negative Kritik wird schön geredet, notfalls Streit vom Zaun gebrochen oder anders möglichst viele negative Publicity produziert, wie es eben nur geht. Frei nach dem Motto „Wenn man es schon versaut, dann aber richtig!

Statement des Veranstalters

Die War-Grounds: OSTFC, Andy’s World, Fantasyguide, Fantasy Days Forum

„Rhapsodie Bohème Marionnette“ Donnerstag, Nov 26 2009 

„Diskussionsergebnisse“ Donnerstag, Nov 26 2009 

Neulich saß ich bei ein paar Gläsern Whisky in angenehmer Runde mit George Soros und dem Großen Nagus Zek zusammen und wir diskutierten über Dinge wie die Finanzkrise, weitere nahende Katastrophen und das Selbstverständnis von Bankstern und Geschäftsleuten.

Dabei habe ich freundlicherweise auch die Erlaubnis bekommen, zwei der Paragraphen der geheimen Regeln des Kapitalismus zu zitieren, die sich doch in einigen Bereichen von den „Rules of Acquisition“ unterscheiden.

Regeln des Kapitalismus, Paragraph 29

a) Wertpapiere aller Art(Aktien, Pfandbriefe, Derivate, Staatsanleihen) stehen in keinerlei Zusammenhang mit dem „Gesundheitszustand“ der Regierung oder der Aktiengesellschaft.

b) Die Aktien sind nicht die Firma!

Regeln des Kapitalismus, Paragraph 78

Geschäftsleute und Banker gehen davon aus, dass Polizisten, Richter und alle ihre Kunden absolute Vollidioten sind. Meistens trifft diese Einschätzung zu. Nutze die Erwartungshaltung!

„Aus dem Verteidigungsministerium“ Donnerstag, Nov 26 2009 

Folgende Dienstanweisung gilt nicht nur für Soldaten(Offiziere), sondern auch ganz besonders für ihnen vorgesetzte Politiker

Regel 3 der Führungsvorschriften für die Obere Führungsebene, Unterparagraph D

Immer möglichst viele, kleine Soldaten zwischen sich und das Bumm-Bumm da vorne schieben!“

„Hellsing“ Dienstag, Nov 24 2009 

Auch ich konnte dem medialen Dauerbombardement nicht entkommen. Vampire, Vampire, Vampire…

Hier findet sich eine noch viel zu harmlose Meinung zu dem Schrott, wobei man andererseit über alles froh sein sollte, was die Kirche ärgert. Es gab schon mehrfach Pseudo-Teenie-Filme, die mit schicker Verpackung erzkonservative Werte unters Jungvolk bringen sollten, nur die Verpackung ist neu. Was mich daran stört:

Es gibt Buchhandlungen, in deren durchaus großer SF/Fantasy-Ecke mittlerweise 80% des Bestands aus abgefuckten Vampir-Romanen besteht! Herzlichen Dank!

Noch besser: Da der Hype dann doch nicht so groß wie angenommen ist und weil halt auch viel davon auch für 15-jährige offensichtlicher Schrott ist, bleiben die Regale voll und dies sorgt für lange Gesichter bei den Buchhändlern.

Liebe Verlage: Natürlich kann es sich lohnen auf einen Trend aufzuspringen, aber mittlerweile solltet doch auch ihr gelernt haben, wenn alle auf den Zug aufspringen, dann entgleist er, Metapher verstanden?

In diesem Sinne: Mehr Buffy schauen, mehr tote Vampire, weniger Kirche, mehr Sex!

„Grüzi, wir hätten da was gefunden…“ Dienstag, Nov 24 2009 

Wer sich mal nostalgisch darin „sonnen“ möchte, mit welch einfachen Mitteln, man Leute aufs Glatteis führen kann, dem kann geholfen werden. 1999 bis Ende 2000 war Deutschland beherrscht von der CDU-Spendenaffäre. Am Ende wusste auch keiner mehr weswegen, wie stark und warum er gelogen hatte. Die Verunsicherung war der CDU anzumerken. Nur so ist es auch der 2001 stattfindende Scoop von Martin Sonneborn erklärbar, bei dem er für das Satire-Magazin  Titanic einige bisher unbekannte Schweizer Bankkonten der CDU erfand und es schaffte die CDU zu bewegen Eckhart von Klaeden, Willi Hausmann und den ehemaligen Leiter der CDU-Innenrevision Ahrens zu einem kleinen Nacht-und-Nebel-Trip in die Schweiz zu schicken, um weitere Leisler-Kiep-Konten zu vertuschen.

Viel Spass 

„With no fucking argument“ Dienstag, Nov 24 2009 

Für die Älteren unter uns, es gab da ja mal das Thema Netzsperren. Nachdem das Gesetz erst mal versandet war und keine aktuelle Wahl ansteht, konnte man annehmen, dass das Thema erstmal tot ist. Aber es gibt da gewisse Leute, die sehen die Welt ganz anders als Leute mit funktionierendem Verstand.

Zur Cebit 2010 Preview-Veranstaltung gab sich die Bundesministerin für alles außer Männer mal wieder die Ehre, sich fachlich kompent zu diesem Thema zu äußern. Neben unangebrachten Vergleichen und viel Blafasel steht dann natürlich noch die Aufforderung nach mehr Diskussionsbereitschaft mit der Netzgemeinde im Raum.

Wobei man sich spontan fragen muss: WHAT THE FUCK? Welche verdammte Diskussion denn???

Um es mal ganz deutlich zu sagen, es gab dazu keine Diskussion! Politiker und Gutmenschen haben frei von technischen Kenntnissen und logischen Argumenten etwas beschlossen, Punkt. Die Netzgemeinde und einige noch mit funktionierendem Gehirn ausgestattete Menschen haben dummerweise mit Argumenten und eindeutigen Beweisen geantwortet und aufgezeigt, was für Humbug diese Geschichte ist, was allerdings wie meistens keinen der üblichen „Experten“ oder Politiker gekümmert hat und das BKA war zu sehr beschäftigt Statistiken zu fälschen, als sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Womit eine wichtige Frage im Raum steht? Soll und darf man sich mit Leuten, die keine Diskussion wollen und auch keinerlei Argumente vorweisen können, auf eine Diskussion einlassen?

Sollte der Zentralrat der Juden sich mit den Nazis zusammensetzen und darüber diskutieren, dass man ja vielleicht nicht alle Juden ausrotten müsste und die Nazis sagen dann „Okay, wir brauchen ja noch etwas Spielraum für später, sind 20% Überlebende in Ordnung?“ Oder ohne Godwin zu tangieren…

Diskutiert man mit Gefängniswärtern über Freiheit?

„Inseldenken“ Sonntag, Nov 22 2009 

1979 war die Öffentlichkeit durch den Vorfall auf „Three Mile Island“ geschockt, angeheizt auch durch den zeitlich naheliegenden Start des Films „Das China-Syndrom„. Gelernt hat man aus dieser Geschichte, wie bei allen Atomkraftwerken und deren Betreibern, recht wenig, außer natürlich, dass man danach anfing PR-Profis zu beschäftigen und Vorfälle zu vertuschen.

30 Jahre später ist es auf Three Mile Island wieder zu einem Vorfall gekommen, bei dem laut Betreiber „geringe Mengen an Radioaktivität entwichen sind„, wobei man sich fragt: Was und wie viel sind „geringe Mengen„?

Besonders beeindruckend finde ich dabei folgende Aussage:

„[...]rund 150 Mitarbeiter wurden nach der Entdeckung der Strahlung am Samstag nach Hause geschickt[...]. Es wird untersucht, ob das Personal einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt wurde

Man schickt also eventuell verstrahlte Mitarbeiter nach Hause zu ihren Familien und untersucht dann später, ob es wen erwischt hat???

Andererseits ist so ein Vorgehen nicht wirklich überraschend, egal ob Vattenfall, die überaus wartungsarmen französischen Kernreaktoren oder der aktuelle Fall: Wer die machen lässt, obwohl man denen nicht mal eine Pommesbude anvertrauen kann, hat nichts anderes zu erwarten…

„Kampf der Titanen“ Sonntag, Nov 22 2009 

1981 drehte „Kampf der Titanen“ die griechische Mythologie durch den Fleischwolf, allerdings auf sehr Zuschauer-ziehende Art und Weise. 300 später gibt es nun ein Bildgewaltiges Remake, welches natürlich ganz doof und abgekupfert ist. Tschaiss drauf, ich fand auch die proto-faschistische Bilderschau von 300 shiny und werde mir den Film nicht madig machen lassen! :) Davon ab, was soll bei riesigen Belagerungs- und Angriffsskorpionen, Medusen, leichtgekleideten Tempeldienerinnen, einem riesigen Lava-Pit und jeder Menge Gemetzel denn schon großartig schiefgehen?

Clash of the Titans

„Islam heute: Pragmatismus im Terrorismus“ Mittwoch, Nov 18 2009 

72 virgins? Crap! I want 72 slutty bitches! At least they know what they are doing!

Jeff Dunham

„Auf dunklen Pfaden“ Donnerstag, Nov 12 2009 

Der Islam ist durch Fundamentalismus schon lange erstarkt, im Judentum erstarken die Orthodoxen, die sich der Irrelevanz annähernden christlichen Kirchen ziehen nach. Krieg, Krise, Verzweiflung brauchen Auffangbecken, je engstirniger und stringenter, desto besser. Damit bekommt man Gläubige, damit bekommt man Macht und Geld. Die katholische Kirche hat die Pius-Brüder als geistige Kundschafter, damit man sieht, was der Rest der katholischen Kirche dann bedenkenlos ablassen kann, ohne medial zerfleischt zu werden.

Dem Trend schließt sich seit längerem auch die russisch-orthodoxe Kirche an, aktuelles Beispiel: Beendigung des Dialogs mit der EKD, weil diese mit Margot Käßmann neuerdings eine Ratsvorsitzende hat[Quelle].  

Warum stelle ich mir nur gerade eine ökumenische Kirchenversammlung vor, bei der ein russisch-orthodoxer Bartträger misstrauisch in die Runde schaut und dann in die Landschaft fragt: „Kann es sein das Weibsvolk anwesend ist???!!!

„Zu viel“ Donnerstag, Nov 12 2009 

Weihnachten ist mir ein Greuel! Es fängt mittlerweile Anfang September an, Menschenmassen, volle Geschäfte, aufgedrehte Heizungen, als ob der Mix aus ekligen Billigparfümen nicht auch so schon als chemische Waffe durchgehen würde, grausame Musik und dazu weichgespülte Harmoniewerbung. Dementsprechend war meine Laune, als mir diese Verschwendung von Rohstoffen den Rest für den Tag gegeben hat.

Kunstschnee - Weihnachtsbäume

PVC Weihnachtsbäume mit Plastikschnee…

„Zu direkt“ Donnerstag, Nov 12 2009 

Obwohl, oder gerade, weil es das Unternehmen seit 70 Jahren gibt, bin einfach ob der Direktheit verstört.

Göttinger Überwachungsdienst - cut

Hört sich einfach anders an, als „Sicherheitsdienst“…

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